Piz Sesvenna 3.204 m

Die Sesvenna ist sicherlich einer der beliebtesten Skiberge im Vinschgau der Münstertaler Alpen. Wer die Tour im Sommer gemacht hat, der kann sich gut vorstellen, wie herrlich eine Skitour auf diesen eher leichten Gletscherberg sein kann. Die Gipfelschau und dann die herrliche Abfahrt über den Sesvennagletscher und von der Scharte bis zur Hütte, sind höchster alpiner Skigenuss.

Aufstieg:
Von der Hütte links (genau westlich) in mäßiger Steigung hinauf bis zum Fuße des von der Hütte aus gut sichtbaren Kopfes mit dem „Hüttenhang“. Von hier nach rechts querend erreicht man eine kleine Scharte, wo man den Blick zur Hütte verliert. Entgegen dem Sommeraufstieg, folgt man noch weiter nach rechts und man steigt ein wenig ab, um nicht den eher steilen N-Hang queren zu müssen. Südwestlich über ein nur mäßig steiles und nicht schwieriges Gelände weiter, bis man an einen auffallenden Felskopf mit einer Verengung gelangt. Rechts am Felskopf vorbei und man kommt in das obere, weite Becken unter der Sesvennascharte, die von hier aus erstmals ersichtlich ist.
Über leichte Mulden immer geradeaus und entlang eines leichten Rückens ziemlich in der Mitte hinauf bis zum Furkelsee, der unmittelbar unter der Scharte liegt. Im Rechtsbogen dann weiter bis zur Scharte.
Von der Sesvennascharte fährt man, sich nur leicht nach links haltend, ca. 80 Höhenmeter zum Gletscher ab und steigt ziemlich in der Mitte auf. Nach einem etwas steileren Gletscheraufbau gelangt man in das obere, eher flache Gletscherbecken. Immer in der Mitte in mäßiger Steigung hinauf erreicht man den Fuß des Ostgrates, wo man die Skier deponiert. Von hier geht es nach rechts über den Blockgrat, der Trittsicherheit erfordert, weiter bis zum Gipfel. Nur sehr erfahrene Tourengeher sollten sich mit Skiern auf den Gipfel wagen um von dort, nur bei optimalen Bedingungen, direkt hinunter fahren zu können. Auch vom Skidepot aus ist die Abfahrt interessant und vielseitig genug.

Abfahrt:
Wie Aufstieg. Nach der Abfahrt über den Sesvennagletscher muss man natürlich wieder ca. 80 Höhenmeter aufsteigen, um auf die Sesvennascharte zu gelangen.

Höhenunterschied: 1050m
Aufstiegszeit: 3,5 Std.

Weitere Abfahrten:
a) Die Nordabfahrt:
Bei absolut sicheren Schneeverhältnissen kann man über den ziemlich steilen N-Hang in Richtung Val Sesvenna abfahren.
b) Die Direktabfahrt nach Schlinig:
Die genaue Einstiegsstelle zur Abfahrt vom Grat, der sich vom Muntpitschen bis zur Fernerspitze erstreckt, muss an Ort und Stelle gewählt werden, denn da es fast überall am Anfang sehr steil ist, muss man die jeweilige Schnee- und Hanglage richtig einschätzen. Normalerweise fährt man bei Punkt 2.958m ab, wobei man evtl. auch eine sicherere Route entlang einer Felsrippe finden kann. Bei guter Firnlage kann man über den SO-Hang weiter links abfahren. Sobald man den steilen Hang überwunden hat, fährt man immer über schöne Hänge und Mulden ab, wobei dann die Tourenwahl ziemlich logisch wird. Hinab zwischen Punkt 2.528m (Punta Erosa) und den steilen Südostflanken von Fernerspitze und Föllerkopf, denen man natürlich ausweicht. Im unteren Teil (unterhalb der Punta Erosa) quert man dann nach rechts, wonach man den letzten Teil der Abfahrt durch einen lichten Wald abfährt und das flache Schlinigtal unterhalb der Almen erreicht. Nur bei sicheren Verhältnissen durchführbar!

Hinweise:
Die Tour ist bei vernünftiger Anlage der Aufstiegs- und Abfahrtsspur kaum lawinengefährdet.
Bei der Abfahrt von der Scharte in Richtung Gletscher sollte man sich, entgegen einigen Beschreibungen, nicht zu weit nach links halten, um die steilen NW-Flanken der Fernerspitze zu meiden.
Der Gletscher hat auch Spalten, die Gefahren sind in der Regel aber geringfügig. Bei schlechter Sicht kann der Sesvennagletscher zu Orientierungsschwierigkeiten führen.

Öffnungszeiten

08. Februar - 22. April 2019
08. Juni - 20. Oktober 2019

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Sesvenna Hütte

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