Der Hüttenaufstieg

Faszinierend ist der Aufstieg zur Sesvennahütte durch die verzaubernde und stille Winterlandschaft des Schlinigtales. Einmalig schön ist der Blick in Richtung Talende, wo der Föllerkopf mit seinem dolomitenartigen Charakter aufragt und wo die steile Schwarze Wand plötzlich das ganze Tal abschließt. Gerade dort, am Felsriegel der Schwarzen Wand, befindet sich die heikelste Stelle des Aufstieges, die bei unsicheren Verhältnissen mit Vorsicht angegangen werden muss.

Aufstieg:
Von Schlinig folgt man dem von den Skiraupen gut präparierten Fußweg, ziemlich in der Talmitte, nur leicht ansteigend, bis man nach einem schmalen Waldstreifen in das flache und ziemlich breite Tal gelangt. Wir befinden uns hier im Reich der Langläufer: Eine der begehrtesten Loipen Südtirols zieht die Schlaufen durch diese großartige Landschaft.

Nach einer guten halben Stunde erreicht man die Alm Planbell (Jausenstation) und nach weiteren 10 Minuten die Talstation der Materialseilbahn. Unterhalb der Talstation, sich immer in der Talmitte haltend, gelangt man über ein leicht ansteigendes Gelände an den Fuß der Schwarzen Wand. Rechts, ziemlich steil über den Rücken, erreicht man einen markanten Felsen. Von hier quert man vorsichtig den etwa 25 Meter breiten Steilhang (Harscheisen oft sehr wichtig!) und man befindet sich schon oberhalb der Wand.

Man folgt nicht dem Wandrand – durch die starken Verwehungen ist vom breiten Sommerweg nichts mehr zu sehen – sondern steigt rechts über eine Rippe hinauf und nach links querend erreicht man nach etwa 100 m einen Zaun. Von hier aus kann man die Hütte sehen, die man über ein flaches Gelände, sich links haltend, problemlos erreicht.